Sonntag, 31. Mai 2015

Grenzsuche in Friedewald


Im Sommer 2014 besuchten mehrere Männer der Gesellschaft für Heimatkunde (ein Unterverein des Westerwald Vereins) Friedewald, um dort nach Grenzsteinen zu suchen.

Sie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den Grenzverlauf zwischen dem Herzogtum Hessen-Nassau und Preußen zu erkunden und alle Grenzsteine aufzulisten.

Im Jahre 1806 war das Herzogtum Nassau, im Zuge der napoleonischen Neuordnung Europas entstanden. Die Grenzsteinlegung erfolgte 1813 und wurde auf einer Gesamtlänge von Ca. 150 Km angelegt.

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, vermuteten wir einen Grenzstein hinter der Gerichtslinde in Richtung Langenbach.
Leider konnte dort der Grenzstein Nr. 13 nicht gefunden werden.
Marc Rosenkranz, Emmerzhausen und die Vertreter der Gesellschaft für Heimatkunde wurden schliesslich aber doch noch fündig.
Im Heimatmuseum Hachenburg gruben sie den gesuchten Stein aus und reinigten ihn.
Foto: Marc Rosenkranz, Emmerzhausen
Auf der Vorderseite des Steines eingemeißelt GFDWd N 13. Dies steht für Gemeine Friedewald Westerwald Nr. 13.
Auf der Rückseite GLGCH für Gemeinde Langenbach.

Wie der Grenzstein ins Heimatmuseum Hachenburg kommen konnte ist leider nicht bekannt.
 

Ergänzung:
Am 01.08.2015, S. 12-13, berichtete auch die Rhein-Zeitung über die Grenzsuche





Mittwoch, 27. Mai 2015

Die "Becker Ecke"

Ein Gastbeitrag von Luise Seibert (geb. Becker) aus Oberdreisbach
Die Becker Ecke

auch heute wird sie noch so genannt.

Das Haus von Heinrich Becker (geb. 1848) und Karoline Imhäuser (geb. 1850), stand in der Hachenburgerstr. in Friedewald.
Zu dem Haus gehörten viele Hektar Land. Es fing an, wo heute die Tankstelle (Krah) steht, bis zum Haus von Robert Becker (Bergpfad).
Links von der Straße hatten die Söhne Robert und Emil sowie Enkelin Minna und Urenkelin Bärbel ihr Haus gebaut. Das Gelände reichte bis zum 1. Flurweg links. Auch auf "dem alten Feld" (Flurstück) und über der Bahn bis zum 1. Flurweg rechts. Auf der linken Seite vom Weg gehörte ihnen auch noch ein großes Feld.

Weil Heinrich und Karoline 7 Kinder hatten, wurde das Land durch 7 geteilt. Im Laufe der Jahre entstanden auf dem Gelände 15 Häuser.

Die Kinder von Heinrich und Karoline Becker hießen:
1. Pauline           Tochter Paula Knautz
2. Rosette          ausgewandert nach Amerika
3. Heinrich         ausgewandert nach Amerika
4. Albert            ausgewandert nach Amerika
5. Emil               Kinder: Minna, Emma, Herta, Ida, Fritz, Elisabeth 
6. Robert           Kinder: Heinrich, Otto, Edmund
7. Gustav           Kinder: Frieda, Hulda, Emmi, Albert

Auch heute noch wird zu den Nachkommen "Imhäusersch" gesagt.
Der Name "Becker" existiert im Jahre 2015 nur noch im Haus von Joachim Becker (Sohn von Otto Becker)
und Andreas Becker sowie von Mathias Becker.


Ergängzung:
Luise Seibert, geb. Becker ist die Tochter von Otto Becker und somit Urenkelin von Heinrich und Karoline Becker.
HERZLICHEN DANK FÜR DIESEN BEITRAG