Dienstag, 6. Oktober 2015

Der Münzschatzfund von Friedewald

Im Sommer 1984 fanden spielende Kinder in Friedewald 131 Gold- und Silbermünzen. Sie meldeten den Fund der Polizei. Fachleute stellten fest, dass alle Münzen aus der Zeit vor 1632 stammten. Damals, als die Schweden im Dreissigjährigen Krieg in unsere Heimat kamen, hatte ein unbekannter reicher Mann die Münzen vergraben, um sie vor Räubern und Soldaten zu schützen.
Keine der Münzen wurde im Westerwald geprägt. Sie stammten aus ganz Europa, vor allem aber aus den Niederlanden. Diese gehörten damals zu Spanien. Zwischen den spanischen Niederlanden und unserer Heimat bestanden zu dieser Zeit enge Verbindungen. Fürst Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584) war Statthalter in den Niederlanden und ist Begründer der holländischen Unabhängigkeit.

Der Friedewälder Münzfund wurde unter Denkmalschutz gestellt. Die Kinder erhielten einen hohen Finderlohn. 


Quelle: Diverse, Arbeitsgemeinschaft von Lehrern 1966 (1987): Land an Sieg und Wied. Heimatkunde des Kreises Altenkirchen, Ausgabe 1987, S. 194. Reiner Winters GmbH, Wissen.

Sonntag, 27. September 2015

Freitag, 28. August 2015

Engagierte(r) Nachfolger/in gesucht!

Gesucht wird ein(e) engagierte(r)
Nachfolger/in für die Erforschung der Geschichte Friedewalds.



Die Arbeit ist ehrenamtlich und daher ist der Zeitaufwand individuell gestaltbar.
Wissen über Internetrecherche, Quellenarbeit und neue Medien wären hilfreich.

Ein fundierter Grundstock ist gelegt, weitere Recherchequellen sind mit dem Heimatarchiv Daaden, dem Ortsarchiv und dem Stadtarchiv Hachenburg ortsnah erreichbar.

Viele "Schätze" warten noch darauf entdeckt zu werden.

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt über das Kontaktformular auf der rechten Seite auf.


Sonntag, 9. August 2015

75. Todestag von Graf Alexander von Hachenburg


Zum Gedenken an Graf Alexander von Hachenburg
http://www.geschichtswerkstatt-hachenburg.de
  
Alexander Graf von Hachenburg (geb. Graf zu Sayn-Wittgenstein; * 4. Juli 1847 in Paris; † 12. August 1940 in Wissen) war ein Autor. Seine Eltern waren Ludwig Adolf Friedrich Fürst zu Sayn-Wittgenstein und dessen zweite Frau, die russische Fürstin Leonilla Bariatinski (1816–1918).

Als Prinz zu Sayn-Wittgenstein wurde Alexander in Paris geboren; sein Vater, russischer Oberstleutnant und Flügeladjutant beim Zaren, war durch seine erste Ehe mit der russischen Prinzessin Radziwill reich geworden und heiratete in zweiter Ehe die Prinzessin Bariatinski, Alexanders Mutter.
Mit achtzehn Jahren trat der junge Prinz als Freiwilliger beim 7. Königshusaren-Regiment in Bonn ein; ein Jahr später erhielt er sein Leutnantspatent und kämpfte im Deutsch-Österreichischen Krieg 1866. In Paris heiratete er 1870 die Comtesse Yvonne, die Tochter des Herzogs Pierre-Louis de Blacas d’Aulps, die 1881 starb und ihm vier Kinder hinterließ. Am 30. September 1879 übernahm er das von seinem Vater 1860 gegründete Fideikommiss Sayn mit dem Titel eines Fürsten Sayn-Wittgenstein-Sayn. Wegen seiner zweiten Ehe mit der nicht standesgemäßen Helene von Królikowska (gest. 1933) musste er 1883 das Fideikommiss Sayn, den damit verbundenen Titel eines Fürsten und den erblichen Herrenhaussitz an seinen ältesten Sohn Stanislaus abgeben und nahm den Titel Graf von Hachenburg an. Das Paar lebte fortan in Hachenburg; der Ehe entstammen zwei Söhne.
Im Jahr 1895 zog Graf Alexander in das von ihm wiederaufgebaute Schloss Friedewald um; musste es jedoch 1912 aus finanziellen Gründen an Prinz Otto zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit allem Inventar und einer insgesamt 1350 Nummern umfassenden Sammlung verkaufen. Als Kriegsfreiwilliger meldete sich der 67-Jährige im Dezember 1914 beim Aktiven Jäger-Bataillon Nr. 8 und war während des Ersten Weltkrieges in Belgien, Russland, Rumänien und in den Vogesen eingesetzt. Im Dezember 1918 ging er als Major ab und wohnte dann abwechselnd in GodesbergBerleburgPfaffendorfBad Ems und ab 1937 wieder in Hachenburg. Schriftstellerisch beschäftigte er sich mit der saynischen Familiengeschichte und gab mehrere Bücher heraus, wie 1929 Die saynische Chronik, 1932 Aus Hachenburgs Blütezeit, 1934 das biographische Portrait Kaiserlich russischer Generalfeldmarschall Ludwig Adolf Peter Fürst zu Sayn-Wittgenstein, 1935 den Nekrolog des Sayn'schen Fürstenhauses. Sein letztes Werk war 1936 die Urkundensammlung über Graf Heinrich III. Mit 93 Jahren starb er in einem Krankenhaus in Wissen an einer Grippe bzw. Lungenentzündung; beigesetzt wurde er in der Abtei Marienstatt.
Wegen seiner unkonventionellen Lebensweise, die aus dem Rahmen jeder höfischer Etikette fiel, galt er als ein Original seiner Zeit und war in Hachenburg sehr beliebt. Sein Lebenswerk ist der Wiederaufbau des Friedewalder Schlosses, das er für fünf Taler von der preußischen Domänenverwaltung kaufte und persönlich die Bauarbeiten leitete. Dazu verlegte er zeitweise seinen Wohnsitz nach Daaden. 1895 war die Schlossanlage wiederhergestellt und gilt heute als ein Prunkstück deutscher Renaissancearchitektur.
Graf Alexander hat darüber hinaus viel für die Stadt Hachenburg getan. Er war Mitglied des Schützenvereins und 1892, 1894 und 1911 Hachenburger Schützenkönig. Er richtete 1888 das Heimatmuseum „Alexandrinum“ im Hachenburger Schloss ein, dessen Sammlungen er aber mit nach Friedewald nahm. 1936 bewirkte er jedoch die Einrichtung eines neuen Heimatmuseums in Schloss Hachenburg. Er betätigte sich ebenfalls als Denkmalbauer und initiierte bereits 1888 die Aufstellung des Kaiser Wilhelm-Denkmals auf dem Alten Markt in Hachenburg. Wenig später sorgte er auch für die Aufstellung einer Büste für Kaiser Friedrich, in dessen Sockel die Namen gefallener Krieger eingraviert wurden. Er bewirkte die Aufstellung des Sayn'schen Löwen mit dem Hachenburger Stadtwappen auf dem Brunnen auf dem Alten Markt, heute ein Wahrzeichen der Stadt Hachenburg. Am 14. Juli 1937 wurde Graf Alexander zum Ehrenbürger von Hachenburg ernannt.
Quelle:
Text: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alexander_Graf_von_Hachenburg
Stand 11.08.2015 20:20 Uhr

Dienstag, 16. Juni 2015

Vergessenes Denkmal

Unterhalb der alten "Kämpfleins Schmiede", befindet sich eines der wunderschönen schmiedeeisernen Tore, welches den Weg zum Schlosspark freigibt.


Noch kurz nach dem 2. Weltkrieg stand an dieser Stelle ein Giebelhäuschen, welches einem klassizistischen Aedikulas (ein kleines antikes Bauwerk) nachempfunden wurde.

Graf Alexander von Hachenburg lies dieses Bauwerk im Zuge der Erweiterung des Schlossparks, um das Jahr 1903, errichten.
Später war es so baufällig, dass es abgerissen werden musste.
Das Bauwerk war symmetrisch aufgebaut. Höhe und Breite betrugen rund 5,30 m. In der Mitte war eine Sitzbank eingearbeitet. Rechts und Links standen auf den beiden äußeren Teilen stehende Vasen.

Hier mal ein graphischer Versuch, das Bauwerk nachzustellen:

Selbst erstellte Grafik




Quelle:
Bartolosch, Helmut (1982): Heimatjahrbuch. Ein ehemaliges Denkmal in Friedewald. S. 279-280. Landkreis Altenkirchen

Sonntag, 31. Mai 2015

Grenzsuche in Friedewald


Im Sommer 2014 besuchten mehrere Männer der Gesellschaft für Heimatkunde (ein Unterverein des Westerwald Vereins) Friedewald, um dort nach Grenzsteinen zu suchen.

Sie hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den Grenzverlauf zwischen dem Herzogtum Hessen-Nassau und Preußen zu erkunden und alle Grenzsteine aufzulisten.

Im Jahre 1806 war das Herzogtum Nassau, im Zuge der napoleonischen Neuordnung Europas entstanden. Die Grenzsteinlegung erfolgte 1813 und wurde auf einer Gesamtlänge von Ca. 150 Km angelegt.

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, vermuteten wir einen Grenzstein hinter der Gerichtslinde in Richtung Langenbach.
Leider konnte dort der Grenzstein Nr. 13 nicht gefunden werden.
Marc Rosenkranz, Emmerzhausen und die Vertreter der Gesellschaft für Heimatkunde wurden schliesslich aber doch noch fündig.
Im Heimatmuseum Hachenburg gruben sie den gesuchten Stein aus und reinigten ihn.
Foto: Marc Rosenkranz, Emmerzhausen
Auf der Vorderseite des Steines eingemeißelt GFDWd N 13. Dies steht für Gemeine Friedewald Westerwald Nr. 13.
Auf der Rückseite GLGCH für Gemeinde Langenbach.

Wie der Grenzstein ins Heimatmuseum Hachenburg kommen konnte ist leider nicht bekannt.
 

Ergänzung:
Am 01.08.2015, S. 12-13, berichtete auch die Rhein-Zeitung über die Grenzsuche





Mittwoch, 27. Mai 2015

Die "Becker Ecke"

Ein Gastbeitrag von Luise Seibert (geb. Becker) aus Oberdreisbach
Die Becker Ecke

auch heute wird sie noch so genannt.

Das Haus von Heinrich Becker (geb. 1848) und Karoline Imhäuser (geb. 1850), stand in der Hachenburgerstr. in Friedewald.
Zu dem Haus gehörten viele Hektar Land. Es fing an, wo heute die Tankstelle (Krah) steht, bis zum Haus von Robert Becker (Bergpfad).
Links von der Straße hatten die Söhne Robert und Emil sowie Enkelin Minna und Urenkelin Bärbel ihr Haus gebaut. Das Gelände reichte bis zum 1. Flurweg links. Auch auf "dem alten Feld" (Flurstück) und über der Bahn bis zum 1. Flurweg rechts. Auf der linken Seite vom Weg gehörte ihnen auch noch ein großes Feld.

Weil Heinrich und Karoline 7 Kinder hatten, wurde das Land durch 7 geteilt. Im Laufe der Jahre entstanden auf dem Gelände 15 Häuser.

Die Kinder von Heinrich und Karoline Becker hießen:
1. Pauline           Tochter Paula Knautz
2. Rosette          ausgewandert nach Amerika
3. Heinrich         ausgewandert nach Amerika
4. Albert            ausgewandert nach Amerika
5. Emil               Kinder: Minna, Emma, Herta, Ida, Fritz, Elisabeth 
6. Robert           Kinder: Heinrich, Otto, Edmund
7. Gustav           Kinder: Frieda, Hulda, Emmi, Albert

Auch heute noch wird zu den Nachkommen "Imhäusersch" gesagt.
Der Name "Becker" existiert im Jahre 2015 nur noch im Haus von Joachim Becker (Sohn von Otto Becker)
und Andreas Becker sowie von Mathias Becker.


Ergängzung:
Luise Seibert, geb. Becker ist die Tochter von Otto Becker und somit Urenkelin von Heinrich und Karoline Becker.
HERZLICHEN DANK FÜR DIESEN BEITRAG

Donnerstag, 30. April 2015

Friedewald in 3D

Das Landesamt für Vermessung und Geodateninformation Rheinland-Pfalz bietet seit einen Tagen die Möglichkeit Rheinland Pfalz virtuell neu zu entdecken.
Wenn Sie den nachfolgenden Link folgen, dann brauchen Sie nur noch Ihre Adresse oder ganz einfach "Friedewald" einzugeben und schon baut sich eine 3D Animation auf.

http://www.rheinland-pfalz-in-3d.rlp.de/

Bild online Verfügbar unter: http://www.rheinland-pfalz-in-3d.rlp.de/

Montag, 23. März 2015

Turn- und Sportverein (TUS) Friedewald 1928 e. V.

Im Juli 1928 wurde der TUS Friedewald unter dem Namen "FC Victoria Friedewald" gegründet.

Nach dem 2. Weltkrieg (1952) erfolgte die Neugründung unter dem heute bekannten Namen.

Der TUS Friedewald ist heute mit seinen Abteilungen sehr breit aufgestellt.
Neben dem Jugend- und Seniorenfussball werden insbesondere im Bereich des Breitensports Kurse wie "Yoga", "Aerobic", "Kinderturnen" und "Nordic Walking" angeboten.

Ganz besonders stolz sind die Mitglieder über den 2014 geschaffenen Rasenplatz.

Weitere Infos unter:
www.tusfriedewald.de

Freitag, 20. März 2015

Sonnenfinsternis 20.03.2015

Leider war es an diesem Morgen so neblig, so dass man die Sonnenfinsternis kaum mit der Kamera festhalten konnte.


Dienstag, 10. März 2015

Guerilla Knitting in Friedewald

Dicke Wolken hängen über dem Ort und eine diesige Luft weht einem um die Nase.
Da fällt dieser bunte Farbklecks natürlich sofort ins Auge.
Finden kann man dieses schöne Kunstwerk entlang des Rundwanderweges (in Richtung Derschen).
Guerilla Knitting ist eine Kunstform, bei der durch Stricken Gegenstände verschönert werden.