Sonntag, 10. Februar 2013

Marktgeschehen


Mit der Verleihung der Stadtrechte, im Jahre 1324, erhielt Friedewald auch das Recht einen Markt abzuhalten.
Mehrmals im Jahr strömten die Menschen der Umgebung ins Dorf, um Handel zu treiben und Waren einzukaufen.
Wie Herbert Wolf herausfand, wurde der Markt lediglich in den Kriegsjahren 1806-1809 ausgesetzt. Seit dem Jahr 1893 wurden die Markttage auf drei im Jahr begrenzt.
 
Besondere Erwähnung muss der, weit über die Gemeindegrenzen bekannte, Viehmarkt finden. 
Dieser wurde alle zwei Wochen auf der Friedewälder Höhe abgehalten. Noch heute erinnert die Flurbezeichnung „Kühstamm“ an diesen markanten Ort. 
Im Landesarchiv Koblenz können noch heute die Marktbücher eingesehen werden. In diesen wurden vom Marktmeister alle Käufe bzw. Verkäufe mit Namen des Käufers und Verkäufers, Tierart und Kaufpreis dokumentiert.
In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts fand der Markt auf dem heutigen Sportplatz statt.


Der Friedewälder Markt in den 1930er Jahren

Nach dem 2. Weltkrieg verzichtete Friedewald auf die Ausübung seiner Marktrechte.



In Anlehnung an:
Wolf, Herbert (1957): Friedewald: Schloss und Ortschaft, Land und Leute. Verlag Herbert Renner, 1957, S. 51.

Foto: Rudolf Rosenkranz, Derschen. Zur Verfügung gestellt von Volker Rosenkranz, Derschen.