Freitag, 25. Januar 2013

Gedicht - Du altes Städtchen Friedewald

von 
Gertrud Schmidt
Niederdreisbach


Du altes Städtchen Friedewald,
schon tausendfach besungen!
Das Lied, das einst den Grafen galt,
ist heut noch nicht erklungen.
Vom Saynschen Löwen, Wappentor
wird manches Aug´verführet;
doch stellte ich mir öfters vor,
wem großen Dank gebühret.

Gewiss war es ein großes Ding,
das Bauwerk zu gestalten,
doch groß ist auch der Bürgersinn,
dies alles zu erhalten.

Das Renaissance-Schloss wunderschön,
erbauet einst vom Adel,
doch auch im alten Flecken stehn´
die Häuser ohne Tadel.

Mit wie viel Arbeit und mit Schweiß
hat man sie renoviert;
gelohnt hat sich wohl der Fleiß, ein Lob dafür gebühret
den vielen Menschen, die sich plagen,
zum Flair des Stadtbild´s beizutragen.

Romantik steckt in vielen Ecken
mit Bäumen, Gärten, Mauern, Hecken,
ich denke wohl, es könnt sich lohnen,
im schönen Friedewald zu wohnen
dank derer, die in großen Zahlen
ein fronten und jetzt Steuern zahlen.

Der Grafen Lied sing ich nicht heute,
ich sing das Lied der Kleinen Leute.