Sonntag, 15. Dezember 2013

Archiv A. Schneider

Heimatfreunde Daaden mit Jacek Swiderski vom Kreisarchiv AK
Bereits seit mehreren Monaten sichten und ordnen die Mitglieder der Heimatfreunde Daaden, dass Archiv des verstorbenen Heimatforschers Alfred Schneider.

Um den hinterlassenen Fundus fachmännisch zu archivieren besuchte Jacek Swiderski (Kreisarchivar) am 09. Dezember 2013 die Arbeitskreismitglieder in der Alten Post in Daaden.
Er gab dort umfangreiche Tipps und zeigte Möglichkeiten auf, wie der breite Fundus aus Akten, Fotos, Urkunden und Büchern archiviert werden könnte.

Diese Arbeiten werden das Team rund um Ulrich Meyer noch viele Wochen beschäftigen.
Langfristig ist geplant, dass Archiv allen interessierten Bürgern/innen zur Verfügung zu stellen.

weitere Infos unter:
www.heimatgeschichte-daadener-land.de

Freitag, 13. Dezember 2013

Besuch Truppenübungsplatz Stegskopf



Kurz bevor der Winter die Höhenzüge des Stegskopfes fest in seinen Griff nahm, führte der JAM-Jugendkreis der Evangelischen freien Gemeinde Daaden und des CVJM eine besondere Aktion durch.



Mit einem Bus der Firma Knautz machten sich ca. 30 Jugendliche des JAM und einige Mitglieder der Heimatfreunde Daaden, zu einer der letzten Exkursionen rund um den Truppenübungsplatz auf. Da der Truppenübungsplatz bekanntlich Ende des Jahres seine Tore schließt, war dies wohl die letzte Gelegenheit, den Übungsplatz in dieser Form zu besuchen.
www.jam-daaden.de


Exklusiv für den JAM öffnete die Bundeswehr, vertreten durch Stabsfeldwebel Frank Höfer, die Tore für einige Stunden.

Nach der Begrüßung durch Frank Höfer führte die Tour durch das Übungsgelände auch zum sogenannten „Derscher Geschwemm“ – das viele der Teilnehmer nur vom Hörensagen her kannten. Unter der kundigen Führung des Stabsfeldwebels – der seine Ausführungen mit mancher Anekdote aus seiner 34jährigen Dienstzeit untermalte – verging der Besuchsnachmittag wie im Fluge.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an Thomas Schmidt und Ulrich Meyer für die Organisation des Ausflugs!

weitere Infos unter:
www.jam-daaden.de

Sonntag, 1. Dezember 2013

Heute vor 100 Jahren - Obstbaumzählung

Am 01. Dezember 1913 wurde von der Preußischen Regierung eine Zählung der örtlichen Obstbäume vorgenommen.
Für Friedewald ergab sich daraus nachfolgendes Ergebnis:
  • Viehhaltende Haushalte 91
  • Apfelbäume 861
  • Birnbäume 389
  • Pflaumen und Zwetschgenbäume 435
  • Kirschbäume 49
  • Aprikosenbäume 1
    • Pfirsichbäume 1
  • Walnussbäume 3
  • Gesamt:  1739 Bäume             
    Obstbäume pro viehhaltendem Haushalt  19,1 %
Quelle: www.kreis-altenkirchen.de   Untere Naturschutzbehörde

Samstag, 23. November 2013

Das Westerwälder Bauernhaus



Überall in Friedewald stehen sie, die typischen Westerwälder Bauernhäuser.
In ihrer Grundform sind sie ca. 20 auf 10 Meter lang und vereinten Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach.[1]  Sie wurden daher auch „Einhäuser“ genannt. Typisch sind zweigeschossige Häuser mit einem „Niederlass“.
Ihr Fundament wurde oftmals mit Basaltsteinen aus dem nahegelegenen Bruch gemauert. Die Deckenhöhen der Keller, sind für unsere heutigen Verhältnisse oftmals sehr niedrig (ca. 1,60m - 1,70m).
Auf dem Schwellenkranz wurde das Ständerwerk aus Eichenholz aufgebaut. Noch heute kann man an den freigelegten Fachwerkhäusern die Langstreben und Holzquerschnitte erkennen. Die Balken wurden geschwärzt. Die Gefache mit Lehm ausgekleidet und gekalkt. Der dabei hervortretende Kontrast zwischen schwarzen Balken und geweißten Gefachen macht das typische Erscheinungsbild des Fachwerkhauses aus.

 Das Haus betrat man über den so genannten „Ern“. Er diente als Flur und Küche zugleich. 
Hier war die Kochstelle und von dort konnte man in die Wohnstube gehen.
Der Ern war ohne Fenster ausgestattet. Den einzigen Lichteinfall erhielt man, wenn man die Haustüre geöffnet hatte. In den Häusern bis spät ins 19. Jahrhundert hinein waren daher die Türen zwei geteilt. Um Licht zu erhalten öffnete man einfach den oberen Teil der Türe.


In der Mitte des Hauses lag der Stall. Er wurde, wegen den Fäkalien der Tiere, gemauert. Die Scheune bestand aus der Tenne, dessen Boden mit Lehm gestampft wurde und einem weiteren Geschoß, wo Heu gelagert wurde.
Im Obergeschoß befanden sich kleine Schlafstuben und oftmals weitere Vorratskammern (zum Lagern von getrocknetem Obst, Räucherwaren, etc.).

Bis in die 1930er Jahre war es bei uns noch üblich das Dach mit Roggenstroh zu decken. Reiche Mitbürger konnte man schnell an einem Schieferdach ausmachen (was allerdings sehr selten der Fall war).

Zusammenfassend kann man sagen, dass die damaligen Wohnverhältnisse sehr rudimentär waren. Ständig muss es kalt gewesen sein, da nur der Ern beheizt war. Auch die niedrigen Deckenhöhen, die kleinen Zimmer und der starke Ruß machen aus unserer heutigen Sicht, den Wohnraum wenig attraktiv.

1904 wurden im Dorf die Wasserleitungen fertiggestellt. Erst kurz vor dem Weihnachtsfest im Jahr 1919 brannten in Friedewald zum ersten Mal elektrische „Kerzen“.[2] Beides jedoch wird den Alltag der Friedewälder sicherlich angenehmer gestaltet haben.


[1] Mitschrift Vortrag von Dr. Manfrid Ehrenwerth: Westerwälder Fachwerkbauten. Do. 21.11.2013
[2] Langenbach, Wilhelm ( 1974): Stadt Friedewald. S. 93

Samstag, 26. Oktober 2013

Panorama oberhalb von Friedewald

Panoramablick auf die Schiessbahn 10 des Truppenübungsplatzes Daaden/ Stegskopf, welche direkt oberhalb von Friedewald liegt. 
In diesem Gebiet können noch heute die Überreste der so genannten "Russenbude" gefunden werden. Sie galt den russischen Zwangsarbeitern im 2. Weltkrieg als Unterkunft. 


Ein herzlicher Dank an Frank Höfer für die sehr interessante Führung über den Truppenübungsplatz.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Juniorreporter



Wo man die besten Kastanien sammeln kann




In Friedewald, da gibt es ganz viele Kastanien. Hier gibt es drei Plätze, wo man am besten sammeln kann.
Die meisten Kastanien kann man im Schlosspark finden. Ich habe mal eine Zeichnung gemacht, wie man die Kastanienbäume im Park finden kann.

Die XXX sind die Stellen mit Kastanienbäumen


Auch vor dem Schloss an der Kreuzung Richtung Derschen, unterhalb des Kaiser-Ludwig Denkmals gibt es einen großen Kastanienbaum.
Ein ganz alter Baum steht noch vor dem ehemaligen Kaufhaus Giehl. An der Kreuzung bevor man zum Kindergarten abbiegen kann. Da habe ich nach der Schule immer ein paar Kastanien gesammelt.




Janick Saft, 11 Jahre

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Backes

Ein jeder kennt ihn und fährt bestimmt einmal die Woche an ihm vorbei, der Backes.  
Zentral an der Kreuzung gelegen, wo die Straße nach Nisterberg abzweigt steht er dort schon seit mehreren Jahrzehnten.


„Backes“ ist das dialektische Wort für Backhaus.

Früher gab es in Friedewald gleich mehrere von ihnen. Dieser an der Nisterberger Str. ist der einzig erhalten gebliebene.
Mehrere Familien bauten gemeinsam einen Backes und schlossen sich zu sog.  „Backesgesellschaften“ oder auch zu „Backeserben“ zusammen. Per Los wurde unter ihnen ermittelt, welche Familie zu welchem Zeitpunkt den Backes zum backen von Brot und Kuchen nutzen durfte.
Die „Backeser“ wurden früher fast rund um die Uhr betrieben. Mit dem „Backesschoß“ wurden die Brote in den Ofen „eingeschossen“. Der so genannte „Backeswösch“, ein aus Ginster gebundener Besen, diente zum ausfegen der Holzkohlen – und Aschenreste.[1]



Ende der 1970er Jahre war der Backes in so einem schlechten Zustand, dass Rudolf Gerhard und Günter Mudersbach ihn mit Trapezblech eindeckten und damit den Ofen vor dem Verfall retteten.

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogamm wurde der Backes im Frühjahr 1988 restauriert. Er erhielt ein neues Schieferdach und das Gemäuer wurde neu verfugt.
Insbesondere Günter Mudersbach und Joachim Becker setzten sich damals für die Renovierung und den Erhalt des Backes ein.
Renovierung 1988
Fotos Backes Renovierung von Günther Mudersbach



[1][1] Landkreis Altenkirchen (1966): Land an Sieg und Wied. Von den alten Backhäusern. S. 181 f.

Montag, 16. September 2013

Historischer Kalender 2014

Auf dem Daadener Herbstfest
"Rund um die Kartortoffel"
kann am
Sonntag, den 22.09.2013
am
Stand der Heimatfreunde
der
Historische Jahreskalender 2014
erworben werden.
 Preis: 6,90 € pro Stck.

Logo Heimatfreunde 10x10cm 600dpi 20080710
Ab dem 23.09.2013 sind der neue Jahreskalender
und der im August veröffentlichte Geschichtsbrief an den
bekannten Verkaufsstellen erhältlich:
 
Poststelle Daaden,
Buchhandlung Lesen & Ambiente,
Bürohaus Jung (beide Daaden),
Steins Lädchen (Derschen),
Tankstelle Friedewald,
Poststelle Weitefeld

Mittwoch, 14. August 2013

Mammutbäume im Schlosspark



Jedem Besucher des Friedewälder Schlossparks fallen sie direkt ins Auge:
die wunderschönen und gigantischen Mammutbäume


Bis zu 100 Meter können sie in die Höhe wachsen und ihr Stamm kann einen Durchmesser von bis 4-6 Metern erreichen.[1]
 
Normalerweise wachsen sie an der Westküste der USA, aber ein paar wenige Exemplare fanden 1892  den Weg nach Friedewald.[2] Für diese Baumart sind 120 Jahre allerdings kein Alter; bis zu 3500 Jahre können sie alt werden. 

Graf Alexander zu Hachenburg und sein damaliger Schlossverwalter Franz Schütte pflanzten sieben von ihnen an. Vier können noch Heute bestaunt werden.








[1] http://www.geo.tu-freiberg.de/brennstoff/exkursionen/USA/geologie_dateien/sequoia.html .     
Stand 14.04.2013 13:30.
[2] Rhein Zeitung Mai 2002: Urwelt Recken im Park. Exotische Mammutbäume am Friedewälder Schloss trotzen auch den strengen Wintern.